Rutschende Badematte sicher fixieren: Anleitung
Eine rutschende Badematte ist eine der häufigsten Stolperfallen im Bad. So finden Sie die Ursache und sorgen für dauerhaften, sicheren Halt.
Sicherheits-Alltagshilfe: Eine fixierte Badematte verbessert den Halt beim Betreten des Badezimmers, ersetzt aber keine umfassende Sturzprävention oder ärztliche Beratung. Bei erhöhtem Sturzrisiko oder Gleichgewichtsproblemen sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Pflegefachkraft.
Warum Badematten trotz Saugnäpfen wegrutschen
Die meisten Badematten sind an der Unterseite mit kleinen Saugnäpfen ausgestattet, die durch Unterdruck auf einer glatten Fläche haften. Lässt dieser Halt nach, liegt es meist an Kalkablagerungen oder Seifenresten zwischen Saugnapf und Boden, an bereits verschlissenen, porös gewordenen Saugnäpfen oder schlicht an einem Bodenbelag, der für Saugnäpfe ungeeignet ist.
Schritt 1: Boden und Matte gründlich reinigen
Nehmen Sie die Matte aus dem Bad und reinigen Sie sowohl die Saugnäpfe an der Unterseite als auch die betroffene Bodenfläche gründlich mit einem milden Reiniger, um Kalk-, Seifen- und Fettreste zu entfernen. Spülen Sie beides anschließend mit klarem Wasser nach und lassen Sie es vollständig trocknen, bevor Sie die Matte erneut positionieren.
Schritt 2: Boden auf Eignung prüfen
Saugnäpfe benötigen eine glatte, porenfreie und ebene Fläche, um zuverlässig zu haften. Glasierte Fliesen eignen sich in der Regel gut, während strukturiertes Feinsteinzeug, Naturstein oder gebürstete Oberflächen den nötigen luftdichten Kontakt oft nicht zulassen. Prüfen Sie mit der Hand, ob sich die Fläche wirklich glatt anfühlt.
Schritt 3: Matte korrekt positionieren und andrücken
Legen Sie die Matte auf die gereinigte, trockene Fläche und drücken Sie jeden einzelnen Saugnapf fest an, statt nur die gesamte Matte grob aufzudrücken. Prüfen Sie anschließend mit vorsichtigem Ziehen an mehreren Ecken, ob die Matte wirklich fest sitzt, bevor Sie sich darauf stellen.
Wenn Saugnäpfe grundsätzlich nicht funktionieren
Auf strukturierten oder unebenen Böden bleibt der Halt von Saugnäpfen oft unzuverlässig, egal wie gründlich gereinigt wird. In diesem Fall sind rutschhemmende Unterlagen aus Vollgummi oder speziell texturierte Antirutschmatten ohne Saugnäpfe die zuverlässigere Alternative, da sie über Reibung statt Unterdruck wirken. Eine Übersicht zu verschiedenen Anti-Rutsch-Lösungen im Bad bietet der Ratgeber Rutschfeste Alltagshelfer.
Regelmäßige Pflege für dauerhaften Halt
Reinigen Sie die Matte und den Boden darunter regelmäßig, um erneuter Kalk- und Seifenbildung vorzubeugen, und lassen Sie die Matte nach jeder Nutzung möglichst trocknen, statt sie dauerhaft feucht auf dem Boden liegen zu lassen. Prüfen Sie den Zustand der Saugnäpfe von Zeit zu Zeit und ersetzen Sie die Matte, sobald diese sichtbar verschlissen sind. Für zusätzlichen Halt im Bad, etwa beim Ein- und Aussteigen aus der Dusche, ergänzt ein fest montierter Haltegriff die Sicherheit – mehr dazu im Ratgeber Haltegriffe im Bad – Auswahl und Montage.
Badematte innerhalb der Dusche oder Wanne separat betrachten
Eine Matte auf dem Boden vor der Dusche unterscheidet sich von einer Antirutschmatte innerhalb der Duschwanne oder Badewanne selbst. Letztere ist meist kleiner zugeschnitten, dauerhaft feuchter und benötigt entsprechend häufigere Reinigung, da sich dort schneller Seifenreste und Feuchtigkeit ansammeln als auf einer Matte, die nur kurz nach dem Duschen betreten wird. Prüfen Sie bei einer Matte innerhalb der Wanne besonders regelmäßig, ob die Saugnäpfe noch halten, da die permanente Nässe die Haftung schneller beeinträchtigen kann als bei einer trockener gelagerten Vorlegematte.
Für stark strukturierte Duschwannenböden, auf denen Saugnäpfe grundsätzlich schlecht haften, sind spezielle Antirutschstreifen zum Aufkleben oft die zuverlässigere Wahl als eine lose aufgelegte Matte mit Saugnäpfen.